HZ-Sportlerwahl 2025

Mit Angela Wegele, Sonja Steiger und Ihrem Team den Highland Highlights sind wir gleich dreimal vetreten

Angela Wegele – Ausdauer, Leidenschaft und außergewöhnliche Leistungen

Angela Wegele stellte auch im Jahr 2025 ihre außergewöhnliche Ausdauer und Leidenschaft für den Langstrecken- und Traillauf eindrucksvoll unter Beweis. Gemeinsam mit ihrem Mann Manfred Wicht nahm sie an zahlreichen anspruchsvollen Wettkämpfen teil und konnte dabei große sportliche Erfolge feiern.

In der Fränkischen Schweiz sicherte sich die 60-Jährige über die Distanz von 66 Kilometern den Titel der Deutschen Meisterin. Darüber hinaus absolvierte sie erfolgreich den Transalpine Run, eine siebentägige Alpenüberquerung über insgesamt 220 Kilometer. (vgl. Weykopf, 2025, HZ online, Link: https://www.hz.de/sport/mehr/hz-sportlerwahl-2025-diese-sportlerinnen-stehen-zur-wahl )

Angela Wegele zeigt eindrucksvoll, dass Ultralauf weit mehr ist als sportlicher Wettbewerb. Für sie stehen das Erleben, die persönliche Herausforderung und das bewusste Unterwegssein im Mittelpunkt. Mit Konstanz, Erfahrung und großer Leidenschaft stellt sie sich immer wieder neuen Abenteuern und blickt bereits nach vorne: Die nächste Deutsche Meisterschaft wartet im Mai.

Weiter unten erfahren Sie im Interview mit Angela Wegele mehr über ihre Motivation und Erfolge.

Doppelte Nominierung 2025: Sonja Steiger als Trainerin des Jahres und die „Highland Highlights“ als Mannschaft des Jahres

 

Eine Medaille bei einer Europameisterschaft zu erringen, zählt bereits zu den größten Erfolgen im Cheerleading. Das Team „Highland Highlights“ setzte im vergangenen Sommer jedoch noch einen drauf. Nach dem Gewinn der Silbermedaille im Jahr 2024 gelang es der Formation erneut, sich trotz zahlreicher personeller und struktureller Veränderungen an der europäischen Spitze zu behaupten. Bei der EM in Wiesbaden zeigte das Team der TSG Schnaitheim eine mitreißende und technisch anspruchsvolle Performance und sicherte sich mit beeindruckenden Elementen zum zweiten Mal in Folge den hervorragenden zweiten Platz.(vgl. Weykopf, 2025, HZ online, Link: (vgl. Weykopf, 2025, HZ online, Link: https://www.hz.de/sport/mehr/hz-sportlerwahl-2025-diese-sportlerinnen-stehen-zur-wahl )

Der sportliche Erfolg der Cheerleader Highland Highlights der TSG Schnaitheim ist eng mit dem Namen Sonja Steiger verbunden. Die Nominierung zur Trainerin des Jahres ist dabei eine besondere Anerkennung für jahrelange engagierte Arbeit – und für einen Weg, der alles andere als selbstverständlich war.

Im Rahmen der Sportlerwahl 2025 habe ich ein kurzes Interview per E-Mail mit Sonja Steiger geführt. Darin gibt die Trainerin der Highland Highlights Einblicke in ihren Weg zum Cheerleading, ihre Entwicklung bei der TSG Schnaitheim und beschreibt, wie stolz sie darauf ist, gemeinsam mit ihrem Team diese außergewöhnlichen sportlichen Erfolge feiern zu können. Unten gehts weiter.

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Interview: Erfolg durch Teamgeist – Sonja Steiger und die Highland Highlights

Wie bist du zum Cheerleading gekommen und wie hat dein Weg zur TSG Schnaitheim begonnen?
Zum Cheerleading kam ich eher zufällig. Eine Geschäftskollegin hat mich damals darauf aufmerksam gemacht, dass es in Schnaitheim eine Cheerleader-Gruppe gibt, und ist mit mir gemeinsam zum Probetraining gegangen. Dort war ich zunächst bis 1999 aktiv. Mit der Zeit hat mich aber der sportliche Ehrgeiz gepackt – ich wollte an Wettkämpfen teilnehmen und mich sportlich weiterentwickeln. Nach weiteren Stationen kehrte ich 2001 schließlich wieder zur TSG Schnaitheim zurück.

Was hat dich motiviert, die Rolle der Trainerin zu übernehmen?
Als ich nach zwei Jahren Cheerleading in Stuttgart wieder nach Schnaitheim kam, gab es keine Trainer, die das Team leiteten. So war ich zunächst gleichzeitig aktive Sportlerin und Trainerin. Relativ schnell wurde mir jedoch klar, dass diese Doppelrolle nicht optimal für das Team und die sportliche Entwicklung war. Deshalb habe ich meinen Trainerschein gemacht und mich anschließend vollständig auf die sportliche Ausbildung der Athletinnen konzentriert.

Zwei EM-Silbermedaillen in Folge – was bedeutet dieser Erfolg für dich persönlich?
Ehrlich gesagt kann ich es immer noch kaum fassen. Zwei EM-Silbermedaillen in Folge zu gewinnen, ist für mich und das gesamte Team ein riesiger Erfolg und eine enorme Bestätigung unserer harten Arbeit. Dieser Erfolg zeigt, was möglich ist, wenn man gemeinsam an sich glaubt, füreinander einsteht und nicht aufgibt. Es macht mich unglaublich stolz, Teil dieser Gemeinschaft zu sein und diese Momente mit dem Team erleben zu dürfen.

Nach vielen Veränderungen im Team erneut so erfolgreich zu sein: Was war dabei die größte Herausforderung?
Die größte Herausforderung bestand darin, aus jedem einzelnen Sportler zunächst sein Bestes herauszuholen und all diese individuellen Stärken anschließend zu einem großen Ganzen zusammenzuführen. Gerade nach den vielen personellen Veränderungen war es entscheidend, jede Athletin individuell zu fördern und gleichzeitig den Teamgeist zu stärken, damit wir als geschlossene Einheit auftreten konnten.

Welche Rolle spielt das Team selbst für den Erfolg – und was schätzt du besonders an den Athletinnen der Highland Highlights?
Das Team spielt eine ganz entscheidende Rolle für unseren Erfolg. Die Athletinnen der Highland Highlights sind echte Kämpferinnen und haben immer wieder gezeigt, was in ihnen steckt. Natürlich gibt es Phasen, in denen Zweifel oder Unsicherheiten aufkommen. Doch am Ende raufen sich alle zusammen, überwinden diese Hürden und ziehen gemeinsam an einem Strang. Genau dieser Zusammenhalt, diese gegenseitige Unterstützung und das gemeinsame Ziel machen das Team so besonders – und sind ein wichtiger Grund für die sportlichen Erfolge.

Worauf legst du in deiner Arbeit als Trainerin neben der sportlichen Leistung besonderen Wert?
Neben der sportlichen Entwicklung ist mir vor allem wichtig, dass sich alle im Team wohlfühlen. Ehrgeiz und Leistungsbereitschaft gehören dazu, aber das Schönste am Cheerleading ist für mich das Miteinander. Im Training und bei Wettkämpfen entstehen viele Freundschaften, und dieser Zusammenhalt macht die gemeinsame Zeit für alle besonders wertvoll.

Was bedeutet dir die Nominierung zur Trainerin des Jahres und welche Ziele hast du für die Zukunft?
Ich fühle mich wahnsinnig geehrt, zur Trainerin des Jahres nominiert worden zu sein, und konnte es zunächst kaum glauben, als ich mein Bild in der Zeitung gesehen habe. Diese Nominierung sehe ich aber auch als Anerkennung für die gesamte Arbeit im Team.
Für die Zukunft ist das Ziel klar: Wir möchten unsere Titel verteidigen. Gleichzeitig starten wir – wie jedes Jahr – wieder mit einer komplett neuen Formation. Das bringt neue Herausforderungen mit sich, auf die wir uns als Team gemeinsam freuen.

06.01.2026, Schnaitheim, Von Lukas Färber-Buhl

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Interview mit Angela Wegele 

Die Nominierung zur Sportlerin des Jahres kam für Angela Wegele überraschend – und ist zugleich eine besondere Anerkennung eines außergewöhnlichen Sportjahres. Mit Ultraläufen, extremen Distanzen und zahlreichen Höhenmetern hat sie im vergangenen Jahr eindrucksvoll gezeigt, was mit Ausdauer, Erfahrung und Leidenschaft möglich ist. Ob nationale Meisterschaften, internationale Trailrennen oder mehrtägige Etappenläufe: Für Angela Wegele steht dabei nicht nur der sportliche Erfolg im Vordergrund, sondern vor allem das Erlebnis. Im Interview spricht sie über ihre Motivation und die Bedeutung ihrer besonderen Erfolge.

Was begeistert dich am Langstrecken- und Traillauf – und was motiviert dich, dich immer wieder neuen, extremen Herausforderungen zu stellen?

Ich glaube, wer nicht selbst einmal einen Ultralauf, also alles über 43 Kilometer, gelaufen ist, kann nur schwer nachvollziehen, was einen dazu bewegt, so etwas zu machen. Früher war ich eine schnelle Läuferin. Beim Marathon habe ich allerdings wenig von der Strecke mitbekommen, weil ich nur auf mich, die Uhr und die Kilometer geschaut habe.

Mit zunehmendem Alter wird man langsamer und probiert Neues aus. So bin ich zum Traillaufen gekommen. Es ist eine ganz andere Art zu laufen: Man ist in der Natur, Trails führen ausschließlich durch Wälder und vor allem durch die Berge. Man unterhält sich mit anderen Läuferinnen und Läufern, und es wird nicht gegeneinander, sondern miteinander gelaufen. Bergauf geht man, wenn es zu mühsam wird zu laufen, und man bleibt stehen, wenn es einen besonders schönen Ausblick gibt. Nicht mehr die Zeit, wann man ins Ziel kommt, zählt, sondern dass man ins Ziel kommt.

Für mich ist jeder Ultralauf eine Abenteuerreise. Ich weiß vorher nicht, was kommt: Halte ich durch? Wie ist das Wetter? Jeder Lauf ist anders. Wenn man einmal 50 Kilometer gelaufen ist, möchte man es mit 60 probieren. Und wenn alles gut läuft, immer mehr und immer weiter. Wenn der Körper durchhält und man etwas leisten kann, was man sich früher nicht vorstellen konnte, dann will man mehr – weil man weiß, dass man es schaffen kann. Es sind kleine Auszeiten, die man für sich alleine genießt oder auch gemeinsam mit einem Partner. Genau das ist meine Motivation: etwas erleben.                                                                               Foto Angela Wegele

Als Erste ins Ziel zu laufen, ist für mich nicht mehr wichtig – ins Ziel zu kommen umso mehr. Nicht mehr schnell, aber konstant wie eine Maschine. Das Erlebnis, bei einem 70-Kilometer-Lauf an jungen Männern vorbeizulaufen, weil sie zu schnell gestartet sind, ist in meinem Alter schon etwas Besonderes. Natürlich freue ich mich sehr, wenn es auf das Treppchen reicht, aber es ist mir nicht mehr so wichtig. Wichtiger sind das Abenteuer und die Dankbarkeit für alles, was ich erleben durfte.


Welche Bedeutung haben besondere Erfolge wie die Deutsche Meisterschaft über 66 km oder der Transalpine Run für dich persönlich?

Im vergangenen Jahr hatte ich mehrere Highlights. Im April war es die Deutsche Ultratrailmeisterschaft, die ich mit einer guten Zeit gewinnen konnte. Mein persönliches Highlight war jedoch der 100-Meilen-Lauf beim Zugspitz Ultratrail in Garmisch im Juni. Der Start war am Donnerstag, den 12. Juni, um 20:00 Uhr. Es waren 167 Kilometer mit 8.600 Höhenmetern zu laufen. Es war der erste Lauf dieser Größenordnung, sowohl für mich als auch für den Veranstalter Plan B.

Nur etwa 45 Prozent aller Teilnehmenden sind ins Ziel gekommen, und ich konnte mich als siebte Frau zu den Glücklichen zählen. Besonders wichtig für mich war, dass ich alle diese Läufe verletzungsfrei beenden konnte.

Im September folgte der Transalpine Run, den ich gemeinsam mit meinem Mann gelaufen bin: 250 Kilometer mit 15.000 Höhenmetern in sieben Tagen. Zum Abschluss stand noch der HW1 auf dem Programm – 360 Kilometer mit 8.000 Höhenmetern in sechs Tagen, gesponsert vom Schwäbischen Alb Tourismus Verband.

Ich freue mich natürlich sehr, wenn es auf das Treppchen reicht. Aber Erfolg war es ja schon, wenn man Spaß dabei hatte.

06.01.2026, Schnaitheim, Von Lukas Färber-Buhl, Zusammenfassung der Antwort von Angela Wegele

Solltest du jetzt auch Lust auf Bewegung bekommen haben, geht es hier zu unserer Leichtathletik/RKS-Abteilung.

 

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